Das Hannoversche Fernmeldemuseum startet mit neuen Öffnungszeiten in die Saison 2025

Das Hannoversche Fernmeldemuseum startet mit neuen Öffnungszeiten in die Saison 2025
In der Ausstellungshalle wird Fernmeldegeschichte erlebbar - Foto: Bodo Krüger

Im Juli 2022 wurde das vom Hannoverschen Fernmeldeclub von 1995 betriebene „Hannoversche Fernmeldemuseum“ erstmals für interessierte Besucher geöffnet. Seitdem werden in Sehnde-Wehmingen, Am Straßenbahnmuseum 2, Exponate aus mehr als 150 Jahren Fernmeldegeschichte in einer großen fachlichen Breite präsentiert. Inzwischen beherbergt das Museum auf zirka 600 Quadratmetern Ausstellungs- und 1.200 Quadratmetern Gesamtfläche die umfangreichste Sammlung fernmeldetechnischer Gerätschaften im norddeutschen Raum und gehört damit auch bundesweit zu den führenden Fernmeldemuseen überhaupt.

Öffnungszeiten angepasst

Nachdem das Hannoversche Straßenbahn-Museum den Entschluss gefasst hat, die Zahl der Öffnungstage geringfügig zu reduzieren, gilt dies auch für das auf demselben Gelände ansässige Fernmeldemuseum. Demnach wird das Museum zukünftig nur noch sonntags geöffnet sein. Eine Ausnahme bildet stets der letzte Öffnungstag der Saison, der am 31. Oktober (Reformationstag) stattfindet. An allen sonstigen Feiertagen, die nicht auf einen Sonntag fallen, bleiben die Museen auf dem Gelände alle geschlossen.

Nach der Winterpause werden am Sonntag, 6. April, von 11.30 Uhr bis 16.30 nun wieder die Türen für die Besucher geöffnet sein. Fortan können die größtenteils betriebsfähigen Exponate des Fernmeldemuseums nicht nur besichtigt, sondern auch erprobt werden.

Vom „singenden Draht“ bis zur Satellitenkommunikation

Aus den Anfängen wird zum Beispiel die optische Kommunikation gezeigt, die es in Deutschland bis 1852 gab und die über Flügeltelegrafen abgewickelt wurde. Nachbauten der ersten gebrauchsfähigen Telefonapparate gibt es ebenso zu sehen, wie den funktionstüchtigen Nachbau eines „Gauß-Weber-Telegrafen“. Mit diesem Gerät gelang 1833 in Göttingen ‒ und dieses weltweit zum ersten Mal ‒ die Übertragung drahtgebundener Kommunikation. Die Herstellung des sperrigen Gerätes ist handwerklich sehr komplex, sodass auf der Welt nur eine Handvoll derartiger Exponate zu sehen sind. Wer sich einmal selbst als Morsetelegrafist versuchen möchte, kann dies mit einer Morsetaste vor einem großen Bildschirm ausprobieren.

Fräulein vom Amt bis zum Touch Screen

Viel elektromechanische Technik arbeitet in der großen Ortsvermittlungsstelle – und ersetzte das Fräulein vom Amt – Foto: Bodo Krüger

Die Ausstellung ist chronologisch angeordnet, von der Linientechnik mit Kabeln, Masten und Verteilern, über die meisten Bauformen von Telefonie-Endgeräten, bis zur Funkübertragung sowie dem Vorläufer des ’World Wide Web’, der im Herbst 1983 von der Deutschen Bundespost offiziell als „Bildschirmtext“ (BTX) eingeführt wurde. Auch der historischen Fernschreibtechnik (Telex) wurde breiter Raum gewidmet. Ebenso kann man einiges Wissenswerte über das erste Glasfaser-Versuchsnetz Hannovers von 1983 (BIGFON) erfahren.

Größtes Exponat des Fernmeldemuseums ist eine betriebsfähige Ortsvermittlungsstelle für 600 Teilnehmer. Diese ist nicht nur ein repräsentatives Schaustück, sondern verbindet auch einen großen Teil der ausgestellten Fernmeldegeräte miteinander, so dass diese praktisch erprobt werden können. Sie stand als eine der letzten in Uetze.

Selbst erkunden oder mit Auskunft

Der größte Teil der Ausstellungsstücke ist gut beschildert. Sollten sich während Ihres Besuches dennoch Fragen ergeben, so können Sie sich zu jeder Zeit an eines der anwesenden Clubmitglieder wenden.

Neben dem Eintrittspreis für das Straßenbahn-Museum wird ein zusätzlicher Obolus von zwei (Erwachsene) sowie einem Euro (Kinder) erhoben. Dieser wird beim Betreten der Ausstellungsräume entrichtet. Sie erreichen das Museum mit einer der nach Plan verkehrenden historischen Straßenbahnen. Ausstieg ist direkt beim Fernmeldemuseum, an der Haltestelle „Hohenfels Süd“.

Sehr viel Informatives erfahren Sie auch auf der Homepage des Betreibervereins.

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